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Eine Humoreske von Axel Rodeike
Hier haben wir den Bungsberg bei Schönwalde - 166 m, den Pilsberg - 133 m, bei Lütjenburg den Nehmsberg - 87 m, bei Bad Segeberg den Grimmelsberg - 83 m, bei Trappenkamp den Gömnitzer Berg - 94 m, bei Neustadt den Mühlenberg - 88 m, bei Eutin den Hinrichsberg - 27 m, auf Fehmarn den Klingberg -78 m, bei Bad Oldesloe den Radesforder Berg - 63 m, bei Wahlstedt den Ketelviertberg - 73 m, bei Großenaspe den Hoher Berg - 92 m, bei Boostedt den Reselithberg - 63 m, bei Vaale im Naturpark Aukrug den Glasberg - 64 m, den Boxberg - 77 m, den Tüteberg - 88 m, bei Westensee die Hüttener Berge - 106 m, bei Owschlag den Scheersberg - 70 m, bei Steinberg Kirche die Rantzau Höhe - 45 m, bei Leck Das sind insgesamt 1497 Meter, die es für den begeisterten Bergsteiger zu erklimmen gilt. Außerdem befinden sich im wilden Westen Schleswig Holsteins ganze Gebirgsketten, die alle mit Flüssen durchzogen sind. Meist grün bewachsen und von Schafen bevölkert, wie zum Beispiel die Eider-Nordwand. Eine besondere Bergsteigerausrüstung ist vielleicht hilfreich, aber nicht dringend erforderlich. Die westlichen Gebirgsketten, von den einheimischen scherzhaft auch Deiche genannt, haben keine besonders hohen Gipfel, jedoch sollte man den Aufstieg, besonders bei und nach andauerndem Landregen mit Vorsicht genießen, denn allzu schnell rutscht man mal auf einem der Fladen aus, die von den dort beheimateten Schafen und den Schwarzbunten liebevoll willkürlich platziert wurden. Die Schneegrenze liegt im Winter bei ca. –3,54 m (Neuendorf bei Wilster), besonders wenn die Temperaturen unter Null Grad liegen, im Sommer jedoch sehr hoch, dass die Schleswig-Holsteinischen Gipfel dort nicht ganz heranreichen. Die letzten Gletscherausläufer kann man dann nur noch in den heimischen Tiefkühltruhen entdecken. Diese hohen Temperaturunterschiede sind dafür verantwortlich, dass man es im Schleswig-Holsteinischen Bergenland oft mit starken Winden zu tun hat, die im laufe von Jahrtausenden immer mehr die Gipfel abgetragen haben, wodurch die Schleswig-Holsteinischen Berge nicht ganz mit dem Mount Everest oder dem K2 in der Höhe konkurrieren können, wohl aber in der Länge. Die westlichen Gebirgsketten sind nämlich wesentlich länger, als der Mount Everest hoch ist. Am westlichsten Rand der Gebirgslandschaft ist ein großer Gebirgssee, Nordsee genannt. Nun ja, große Gebirgslandschaft = großer Gebirgssee. So groß, dass das andere Ufer nicht mehr zu Schleswig Holstein gehört. Eine Schwimmweste sollte also auch zur Bergsteigerausrüstung gehören, besonders wenn man seinen alpinen Urlaub auf die westlichen Gebirgsketten konzentriert, und versehentlich während eines Landregens bei der Erzwingung der Eider Nordwand einen Fladen übersieht..... |